
armut - aktionen
Panorama-Bild Armut
Hier findest Du Beispiele dafür, wie Du selbst aktiv werden kannst.
Schreibe eine Geschichte
Kennst du jemanden, der arm ist? Woran hast Du das erkannt?
Schreibe es auf.
Fotografiere Armut
Geht mit dem Fotoapparat durch Eure Stadt. Fotografiert „Armut“, z.B. Baracken, heruntergekommene Spielplätze, Wohnanlagen etc. (Arme Menschen wie Bettler oder Obdachlose darf man übrigens nicht ohne ihr Einverständnis fotografieren.)
Eine Schulstunde zum Thema Armut
Die Schulstundenvorschläge, die Ihr unten findet, eignen sich für die ganze Klasse. Für die meisten braucht Ihr aber ein bisschen Zeit. In einer Schulstunde könnt Ihr z.B. Folgendes tun:
Plakate
Was ist arm – was ist reich? Arm sein bedeutet, wenig Geld zu haben. Was gibt es daneben, was man nicht mit Geld bezahlen kann (Freunde, Eltern, Sport, Gruppe, Gesundheit)?
Jedes Kind teilt ein großes Blatt Papier in zwei Hälften. Auf die eine Seite malt oder schreibt Ihr alles, was für Euch „reich“ bedeutet, auf die andere Seite alles, was für Euch „arm“ bedeutet. Hängt Eure Plakate in der Klasse auf und vergleicht: Was ist für alle „reich“, was ist für alle „arm“?
Einkaufen mit 80 Cent
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie man sich von 1 Dollar (= etwa 80 Cent) pro Tag ernähren kann? Probiert es aus. Bildet Gruppen von etwa 5 Schülerinnen und Schülern. Zusammen habt Ihr jetzt 4 Euro. Geht einkaufen. Was bekommt Ihr dafür zu essen? Reicht das aus, um einen Tag lang satt zu sein?
"Arme-Leute-Essen"
Arme-Leute-Essen: Sucht nach Rezepten für ein „Arme-Leute-Essen“ aus unterschiedlichen Ländern. Bereitet die Gerichte zu und esst gemeinsam. Wie schmeckt das Essen? Überlegt wie es wäre, wenn Ihr dieses Essen Tag für Tag essen müsstet.
Rezept: Maissuppe aus Bogota/Kolumbien
Ihr braucht:
- 1,5 Liter Wasser
- 8-10 gehäufte Esslöffel Maismehl (Polenta)
- 2 Teelöffel Zucker
Die Menge sollte für die ganze Klasse reichen. Wieviel hat jedes Kind bekommen? Seid Ihr satt geworden?
Hilfe für Arme
Welche Hilfen für Arme gibt es in Deinem Wohnort? Lerne sie kennen, z.B.
- eine „Tafel“, dort werden Lebensmittel für Arme verteilt
- eine Einrichtung, in der arme Kinder betreut werden
- eine „Kleiderkammer“, in der es gebrauchte Kleidung gibt
- eine Wohnsiedlung, in der Obdachlose wohnen können
Frage nach, ob und wie Du helfen kannst.
extras
buchtipps
Tahar Ben Jelloun: Die Schule der Armen (2003)
Ein afrikanischer Lehrer kämpft gegen Armut und Kinderarbeit, weil er seine Schüler zurückgewinnen möchte. Die arbeiten anstatt in die Schule zu gehen für einen einzigen Dollar am Tag in einer Schuhfabrik.
Jean Ziegler: Wie kommt der Hunger in die Welt? – Ein Gespräch mit meinem Sohn (2002)
Anschaulich und informativ erklärt Jean Ziegler eine der größten Ungerechtigkeiten unserer Zeit. Ein Buch, das Hintergründe aufdeckt und anregt, aktiv zu werden.












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