
aktionstag kinderrechte
Kinder haben Rechte!!!!
Ein Text von Zeus-Reporterin Franziska Schröer, Berufskolleg Bleibergquelle in Velberg,12A
Dezember 2011 - Ich betrete den Saal. Unruhe. Chaos. Gewusel. Ich spüre Nervosität. Aufregung. Der Saal, den ich betreten habe ist die Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Leverkusen.
Ich bin als Zeus-Reporterin zu Besuch bei dem Aktionstag „Kinderrechte“ - organisiert von UNICEF. Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums und der Grundschule Thomas Morus beschäftigten sich im Rahmen eines Projekts mit diesem Thema. Heute stellen sie ihre Ausarbeitungen vor.
Die Schüler haben Plakate vorbereitet, ihre Wünsche zu Papier gebracht, Rollenspiele erarbeitet und sich Fragen überlegt, die sie dem Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und der Bürgermeisterin Eva Lux stellen wollen. Denn die beiden sind heute Gäste des Gymnasiums.

- LupeZwei Schülerinnen tragen ein Rollenspiel vor.
In den Rollenspielen beschäftigten sich die Schüler zum Beispiel mit den Themen Gewalt in der Erziehung oder mit dem Recht der Kinder mit Behinderung auf besondere Hilfsmittel. Gerade das Thema Behinderung war ein sehr großes in den Klassen. Als eine Schülerin von einem persönlichen Beispiel erzählt, dass eine ihrer Freundinnen auch eine Behinderung hätte, die Eltern aber nicht genug Geld für bestimmte Hilfsmittel haben, möchte der Oberbürgermeister Name und Adresse wissen und sich selber darum kümmern, dass das Mädchen die entsprechende Hilfe bekommt. Schon etwas erreicht an diesem Tag.
Auch das Thema Gewalt in der Erziehung war wichtig. Denn als die Schüler die Frage, welches Kinderrecht wird am wenigsten eingehalten, dem Oberbürgermeister stellen, antwortet er mit Bedauern, dass es das Recht auf gewaltfreie Erziehung sei. Denn immer noch wird zu oft weggeschaut, begründet er seine Aussage. Dazu kam dann direkt die Frage der Schüler auf, wer eigentlich darauf aufpasst, dass die Kinderrechte eingehalten werden. Der Oberbürgermeister antwortet darauf, dass es viele verschiedene Institutionen gibt. Zum Beispiel das Jugendamt, die Polizei und die Politiker, denn diese bekommen täglich Berichte und handeln dann. Er spricht auch nochmal deutlich aus, dass man sich immer an ihn richten kann. Frau Eva Lux betont auch nochmal, dass in dieser Hinsicht alle gefragt sind. Alle müssen mit aufpassen.

- LupeOberbürgermeister Reinhard Buchhorn und Bürgermeisterin Eva Lux.
Eine sehr interessante Frage stellten die Schüler den beiden Abgeordneten zum Schluss noch. Und zwar: Warum kann man nicht drei Lehrer für 30 Schüler einsetzen, denn es gibt ein Recht auf Bildung. Daran wird gearbeitet sagt Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Er sagt, es ist eine Frage der Zeit. Eine Frage der Zeit. Schon seit langer Zeit meiner Meinung nach. Auch zum Thema Gewalt und Thema Behinderung ist schon viel Zeit vergangen und viele reden noch um den heißen Brei herum.
Auch an diesem Tag wurde viel geredet. Die Kinder haben sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt, haben vieles ausgearbeitet und haben die Erwachsenen zur Rede gestellt. Diese Kinder wissen nun über ihre Rechte Bescheid. Leider sind es noch viel zu wenige. Und ob dieser Tag wirklich etwas verändern wird ist die Frage. Es wird leider immer zu viel geredet und zu wenig verändert.
Im Namen der Kinder würde ich mir wünschen, dass noch viel verändert wird!
Abschlusswort des Oberbürgermeisters war, dass er beeindruckt war von dem was die Schüler erarbeitet haben. Wortwörtlich sagte er: „ Das was ihr heute gezeigt habt war spitze! Ihr seid starke Typen und ihr seid cool und das habt ihr uns - den Politikern gezeigt.“
Auch ich war beeindruckt von dem was die Schüler dort präsentiert haben.
Mit ein paar Schülern habe ich mich vorher noch unterhalten und sie sagten mir, dass ihnen das Projekt viel Spaß gemacht hätte und sie viel gelernt hätten. Was die Schüler geleistet haben, ist eine Menge. Doch leisten die Erwachsenen genug? Tut die Politik genug bezüglich dieses Themas? Könnte man nicht noch mehr tun? Das ist die Frage die ich mir am Ende des Aktionstags gestellt habe.
Ein Dankeschön gilt hiermit UNICEF, die solche Aktionstage ermöglicht und Kinder und Jugendliche über ihre Rechte aufklärt. Zu erwähnen gilt noch, dass die Firma Chempark-Leverkusen der UNICEF im Sinne des Projekts 1.000 Euro spendete.
Hier gibt es mehr Infos zum Aktionstag Kinderrechte 2011
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